"Roberta" weckt bei Mädchen die Lust an der Technik
07.12.2007 01:20
Das in Zusammenarbeit zwischen dem bbz und dem Fraunhofer-Institut
initiierte Projekt "Roberta" läuft an der Neunkirchener Hauptschule mit
Erfolg.
Neunkirchen. Weit besser als erhofft hat ein neues Projekt an der Kopernikus-Hauptschule eingeschlagen. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum Siegen und dem bekannten Fraunhofer-Institut sollen vor allem Mädchen für die Technik begeistert werden.
Wenn sich in den letzten zehn Tagen die Neuntklässlerinnen Johanna Rink, Sarah Wolff und Saskia Eibach an ihrem Arbeitsplatz zusammen setzten, war immer noch eine Vierte mit von der Partie. „Roberta” heißt sie, ist ein kleiner Roboter und seit Anfang letzter Woche das Objekt der Begierde. Nicht nur des Trios, sondern eines weiteren Dutzends junger Damen. „Roberta” tummelt sich in gleich zehnfacher Ausfertigung unter den Mädchen. Sie soll dazu betragen, nicht nur technisches Verständnis bei Samire, Vanessa, Lorena und den anderen zu wecken, sondern auch die entsprechende Begeisterung. Das scheint gelungen, ist Ludger Seemann sicher. Als Lehrer betreut er die Gruppe, die als erste im Kreis Siegen-Wittgenstein die vielfältigen Möglichkeiten des kleinen Roboters nutzen kann, nachdem er von ihnen am Laptop entsprechend programmiert wurde. „Für uns ist das Projekt ein Nikolausgeschenk”, freute sich gestern Schulleiter Reinhard Schumann im Gespräch mit Uta Fiedler vom bbz und Gabriele Theidig vom Fraunhoferinstitut. Uta Fiedler hatte sich für „Roberta” eingesetzt. Und nach einer erfolgreichen Probephase an der Winchenbachschule und der Achenbacher Hauptschule erreichte sie, dass Siegen als „Regio-Zentrum” etabliert wurde. In Neunkirchen läuft seit Dienstag vergangener Woche der erste reguläre Kurs. Es sei in zweifacher Hinsicht wichtig, Mädchen bei ihren Berufswünschen eine neue Orientierung zu geben, betonte Schumann. Zum einen „brechen die klassischen Frauenberufe weg, zum anderen wird die Wirtschaft in einigen Jahren den Bedarf an Technikern alleine aus dem Kreis der Jungen nicht mehr decken können”, erklärte der Schulleiter. Allerdings müssten nicht nur die Mädchen überzeugt werden, sondern oft auch deren Eltern. Gerade bei ihnen gebe es noch viele Vorbehalte gegen das Bild „von meiner Tochter im Blaumann”. Davon ist den Mädchen im Computerraum der Kopernikus-Schule nichts anzumerken. Ihnen bereitet die Arbeit mit „Roberta” großen Spaß, „so dass sie schon beim ersten Mal erst nach fünf Stunden nach Hause gehen wollten”, erinnert sich Ludger Seemann.
Neunkirchen. Weit besser als erhofft hat ein neues Projekt an der Kopernikus-Hauptschule eingeschlagen. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum Siegen und dem bekannten Fraunhofer-Institut sollen vor allem Mädchen für die Technik begeistert werden.
Wenn sich in den letzten zehn Tagen die Neuntklässlerinnen Johanna Rink, Sarah Wolff und Saskia Eibach an ihrem Arbeitsplatz zusammen setzten, war immer noch eine Vierte mit von der Partie. „Roberta” heißt sie, ist ein kleiner Roboter und seit Anfang letzter Woche das Objekt der Begierde. Nicht nur des Trios, sondern eines weiteren Dutzends junger Damen. „Roberta” tummelt sich in gleich zehnfacher Ausfertigung unter den Mädchen. Sie soll dazu betragen, nicht nur technisches Verständnis bei Samire, Vanessa, Lorena und den anderen zu wecken, sondern auch die entsprechende Begeisterung. Das scheint gelungen, ist Ludger Seemann sicher. Als Lehrer betreut er die Gruppe, die als erste im Kreis Siegen-Wittgenstein die vielfältigen Möglichkeiten des kleinen Roboters nutzen kann, nachdem er von ihnen am Laptop entsprechend programmiert wurde. „Für uns ist das Projekt ein Nikolausgeschenk”, freute sich gestern Schulleiter Reinhard Schumann im Gespräch mit Uta Fiedler vom bbz und Gabriele Theidig vom Fraunhoferinstitut. Uta Fiedler hatte sich für „Roberta” eingesetzt. Und nach einer erfolgreichen Probephase an der Winchenbachschule und der Achenbacher Hauptschule erreichte sie, dass Siegen als „Regio-Zentrum” etabliert wurde. In Neunkirchen läuft seit Dienstag vergangener Woche der erste reguläre Kurs. Es sei in zweifacher Hinsicht wichtig, Mädchen bei ihren Berufswünschen eine neue Orientierung zu geben, betonte Schumann. Zum einen „brechen die klassischen Frauenberufe weg, zum anderen wird die Wirtschaft in einigen Jahren den Bedarf an Technikern alleine aus dem Kreis der Jungen nicht mehr decken können”, erklärte der Schulleiter. Allerdings müssten nicht nur die Mädchen überzeugt werden, sondern oft auch deren Eltern. Gerade bei ihnen gebe es noch viele Vorbehalte gegen das Bild „von meiner Tochter im Blaumann”. Davon ist den Mädchen im Computerraum der Kopernikus-Schule nichts anzumerken. Ihnen bereitet die Arbeit mit „Roberta” großen Spaß, „so dass sie schon beim ersten Mal erst nach fünf Stunden nach Hause gehen wollten”, erinnert sich Ludger Seemann.


