bbz Siegen
HdB Siegen-Wittgenstein
Presse Bericht

100 „alte“ vermittelt, 125 „neue“ bekommen

18.08.2008 23:26

Von den 118 Hauptschülern, die im vergangenen Schuljahr den Lehrgang „Haus der Berufsvorbereitung“ durchhielten, wurden mittlerweile 100 in betriebliche Lehrstellen vermittelt. 9 haben sich für den Erwerb eines höheren Schulabschlusses entschieden, bei weiteren 9 war die Lehrstelle trotz intensiver Bemühungen nicht „drin“. Die höchsten Vermittlungsquoten wurden dabei in den industriellen Metallberufen sowie den Berufen des Bauhandwerks erzielt.

Diese positive Abschlussbilanz zogen bbz-Geschäftsführer Klaus Gräbener und Projektleiterin Uta Fiedler, als sie in der vergangenen Woche die 125 „neuen“ Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Kreisgebiet begrüßten, die den jetzt anlaufenden Lehrgang 2008/09 begonnen haben. Sowohl die erfolgreiche Vermittlung des alten Lehrgangs als auch die abermals große Nachfrage nach dem neuen Durchgang belegen nach den Worten des bbz-Geschäftsführers eindrucksvoll, dass der Lehrgang mittlerweile breit in der Region verankert sei: „Wir verfügen heute bereits über eine dreijährige Erfahrung mit diesem Konzept. 2005, 2006 und 2007 hielten insgesamt 225 junge Menschen den Lehrgang durch. Von ihnen wurden 203 in betriebliche Lehrstellen vermittelt. Die Quote lässt sich sehen.“

Der in Siegen entwickelte Grundansatz werde mittlerweile auch anderen Ortes übernommen. Die Regionen Hagen, Wuppertal, Bonn/Rhein-Sieg sowie Olpe seien dem Siegener Beispiel gefolgt, aber auch aus einigen anderen Landesteilen hätten sich Fachleute eingehend über die in Siegen-Wittgenstein gemachten Erfahrungen informiert. Klaus Gräbener: „Es ist sinnvoller, vorbeugend tätig zu werden, statt abzuwarten bis die Jugendlichen ohne Lehrstelle dastehen, um sie anschließend mit teuren Stützmaßnahmen ausbildungsfähig zu machen. Die Prävention ist eindeutig der Reparatur vorzuziehen! Diese Erkenntnis setzt sich immer stärker durch.“

Die 125 „Neuen“ durchlaufen ab Anfang August freitags nachmittags und samstags vormittags in einer Berufsbildungseinrichtung der Region ein einjähriges Langzeitpraktikum auf freiwilliger Basis. Die Schulungen finden in den Werkstätten des Berufsbildungszentrums (bbz) der IHK Siegen, des Bildungszentrums Wittgenstein, des Berufsfortbildungswerks (bfw) des DGB sowie des Aus- und Weiterbildungszentrums des Bauhandwerks in Kreuztal-Fellinghausen statt. Neu ist bei dem beginnenden Lehrgang, dass die Organisatoren erstmals auch Förderschülern aus der Region die Lehrgangsteilnahme ermöglichen. Uta Fiedler: „Wir wollen hierdurch sicherstellen, dass zukünftig auch Absolventen dieser Schulform bessere Arbeitsmarktperspektiven eröffnet werden. Das Grundmodell des Lehrgangs bleibt jedoch auch für die Förderschüler konstant. Wer über ein Jahr durchhält, sechs Wochen Ferien opfert und eine Präsenzquote von über 90 % schafft, wird aktiv bei der Lehrstellensuche unterstützt und in Betriebe vermittelt.“ Wer sich fordern lasse, der werde auch gefördert.

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